„Mir gefällt es hier auf Vancouver Island super gut!“ Austauschschülerin Mona berichtet von Ihren Erlebnissen in Kanada

„Mir gefällt es hier auf Vancouver Island super gut!“ Austauschschülerin Mona berichtet von Ihren Erlebnissen in Kanada

Vom Niederrhein nach British Columbia – ec.se-Schülerin Mona verbringt ein High School-Semester auf der Pazifikinsel Vancouver Island, wo sie durch Ausflüge mit Schule und Gastfamilie reichlich Gelegenheit hat, die neue Heimat zu erkunden. In ihrem Erfahrungsbericht teilt Sie ihre Eindrücke.

Mir gefällt es hier auf Vancouver Island super gut! Ich bin seit zwei Monaten in der Kleinstadt Comox in British Columbia und die Zeit vergeht wie im Flug. Besonders begeistert bin ich von den Ausflügen, die ungefähr einmal im Monat vom International Student Program angeboten werden. Zum Beispiel waren wir schon auf dem Mount Washington Skifahren, Anfang März sind wir nach Victoria gefahren und wir waren in Nanaimo shoppen. Außerdem ist für Ende April ein Besuch in Vancouver geplant. Auf diesen Ausflügen kann man nicht nur die Umgebung erkunden, man lernt auch die anderen Austauschschüler im School District besser kennen.

Generell kann ich nur empfehlen, sich als Austauschschüler an allen möglichen Aktivitäten zu beteiligen. Auch von der Schule aus gibt es manchmal „Field Trips“; ich hatte zum Beispiel mit meinem Marine Biology Kurs (ja, hier wird Marine Biology als Fach angeboten) eine Stunde Tauchunterricht genommen. Wir waren zwar nur im Pool hier in der Stadt und konnten deswegen keine Fische oder so sehen, aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht.

In der Schule läuft alles viel lockerer als in Deutschland. Natürlich muss man auch Hausaufgaben machen und Tests schreiben, aber meistens ist es egal, ob man etwas später abgibt oder einen Test erst ein paar Tage später beendet. Als Fächer habe ich hier jeden Tag Englisch, Social Studies und Mathe sowie jeden zweiten Tag Leadership und Global Foods. In Global Foods bereiten wir jede Woche ein Gericht aus einem anderen Land zu (Spanien, Frankreich, Japan etc.). Auch Deutschland war schon an der Reihe: Wir haben Brezeln gemacht, die zwar sowohl optisch als auch geschmacklich völlig anders waren, als wir sie kennen, aber trotzdem geschmeckt haben.

Auch mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich gut. Wir machen öfters Ausflüge in die umliegenden Städte (wobei die nächste nennenswerte Stadt ca. eine Stunde entfernt ist). Wir waren schon zusammen in Campbell River, Nanaimo und Vancouver. Meine Gastmutter hat sogar extra für mich ein Orchester gefunden, das in einer der anderen Schulen im School District probt. Ich spiele dort jede Woche Geige und Ende Mai geben wir auch ein Konzert hier in der Stadt.

Natürlich gibt es auch kulturelle Unterschiede im Vergleich zu Deutschland. Zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass die Mehrheit der kanadischen Schüler über vierzehn schon einen Job neben der Schule haben, manchmal bei McDonald’s oder Tim Hortons. Außerdem ist es - anders als bei uns - so, dass die einzige gemeinsame Mahlzeit mit der Familie das Abendessen ist, das übrigens (zumindest in meiner Gastfamilie) schon um fünf oder sechs Uhr stattfindet. Frühstück und Lunch macht sich normalerweise jeder selbst und unabhängig von den anderen Familienmitgliedern, was am Wochenende manchmal echt praktisch ist, wenn man mal etwas länger schlafen möchte.

Ich würde anderen Schülern auf jeden Fall empfehlen, einen Austausch zu machen, weil man wirklich einmalige Erfahrungen sammelt. Natürlich gibt es manchmal ein paar Schwierigkeiten, aber man wird dadurch auch viel selbständiger. Außerdem hat mir ec.se auch immer weitergeholfen wenn ich Probleme hatte, zum Beispiel als ich ein Schulfach wechseln wollte. Vielen, vielen Dank an der Stelle!

Möchtest du ebenfalls Vancouver Island oder andere spannende Regionen in Kanada selbst erleben? Viele kanadische Schulbezirke haben noch letzte freie Plätze für das kommende Schuljahr. Bewirb dich hier für einen High School-Aufenthalt ab September 2017 oder Januar 2018.