Schüleraustausch in den USA

Schüleraustausch in den USA

Land und Leute: Freundliche Menschen und unendliche Weiten

Die USA sind mit Abstand das beliebteste Gastland für Austauschschüler. Viele Jugendliche kennen Amerika nur aus dem Kino oder Fernsehen und möchten im Rahmen eines Schüleraustauschs selbst einmal einen Prom besuchen, einen echten amerikanischen Burger probieren oder auf typische Weise Thanksgiving feiern – eben den „American Way of Life“ ein Schuljahr oder -halbjahr lang selbst kennenlernen.

In den USA sind Gastschüler traditionell gern gesehen. Vom Schulbusfahrer wird man morgens mit Namen begrüßt, in der Schule bieten Lehrkräfte und Mitschüler bereitwillig ihre Hilfe an – mit ihrer freundlichen Art und der optimistischen Lebenseinstellung machen die Amerikaner es Neulingen leicht, sich bei ihnen willkommen zu fühlen.

Auch die abwechslungsreiche Landschaft lädt zur „Entdeckung Amerikas“ ein. In den unzähligen Nationalparks können Pflanzen und Tiere auskundschaftet werden, die nirgendwo in Europa vorkommen, zum Beispiel imposante Redwoods oder Gürteltiere. Wer außerdem die Gelegenheit hat, eine der großen Metropolen zu besichtigen, sollte sich das wohlige Schwindelgefühl beim Anblick der Wolkenkratzer nicht entgehen lassen. Was viele unterschätzen: In einem Land, das fünf Klimazonen umfasst und fast dreißigmal so groß ist wie Deutschland, verbringt man schon mal mehrere Stunden im Auto, um in die nächstgrößere Stadt zu gelangen. Dieses Gefühl der unendlichen Weite ist so typisch amerikanisch, das es einfach mit zum Schüleraustausch dazu gehört.

Das Leben in der amerikanischen Gastfamilie

Die Aufnahme internationaler Gastschüler ist in der Willkommenskultur der Amerikaner fest verankert. Viele Familien freuen sich, einem Jugendlichen ihre Heimat und den amerikanischen Lebensstil nahezubringen und stellen das neue Familienmitglied stolz den Nachbarn, Freunden und Verwandten vor. Die Zusammensetzung der Gastfamilie kann der typischen Kombination „Mutter, Vater, Kind“ entsprechen, muss dies aber nicht zwangsläufig. Auch Ehepaare jeden Alters, alleinerziehende Gasteltern oder kinderreiche Familien geben Gastschülern ein liebevolles Zuhause. So manch einer hat sich während des Auslandsjahres das erste Mal in der Rolle des älteren Geschwisterkindes wiedergefunden oder Freundschaft fürs Leben mit einem anderen internationalen Gastschüler geschlossen, der in der gleichen Familie lebt.

Wie in Deutschland auch wird das amerikanische Familienleben durch die Anforderungen des Alltags bestimmt. Oftmals sind beide Elternteile berufstätig, der Haushalt muss organisiert und Freizeitaktivitäten müssen geplant werden. Vieles wird dabei mit dem Auto erledigt, und so muss man sich immer wieder mit den Gasteltern bei alltäglichen Dingen abstimmen. Während ein gemeinsames Frühstück höchstens am Wochenende stattfindet, ist den Amerikanern das gemeinsame Abendessen mit der Familie besonders wichtig. Hier wird fleißig Small Talk gemacht über die Ereignisse des Tages, und auch danach sitzt man meist noch zusammen, um sich beispielsweise die lokalen Nachrichten anzusehen. Auch Freizeitaktivitäten finden meist in der näheren Umgebung statt und sind nicht selten vom kirchlichen Gemeindeleben geprägt. Wer Glück hat, besucht während des Schüleraustauschs mit seiner Gastfamilie einen Nachbarstaat oder, als absolutes Highlight, einen Trip nach Disneyworld, Venice Beach oder Hawaii.

Trotz vieler möglicher positiver Überraschungen sollte nicht zu viel von der Gastfamilie erwartet werden. Auch wenn ein gewisses Entertainment schön ist: Es bleibt freiwillig. Ein offenes und herzliches Miteinander ist für alle Beteiligten in jedem Fall wichtiger! Und wenn es mal nicht so läuft, dann versucht der persönliche Betreuer, der auch die Familie ausgewählt hat, zu vermitteln. Jeder kann selbst dazu beitragen, dass der Schüleraustausch zu einem vollen Erfolg wird und man eine zweite Familie fürs Leben gewinnt. Deshalb sollte man sich schon beim Ausfüllen der Bewerbungsformulare entsprechende Mühe geben. Die Kundenbetreuung von ec.se steht jederzeit für Tipps und Ratschläge zur Verfügung.

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Das amerikanische Schulsystem – School Spirit pur!

Gelber Schulbus, Spinte auf dem Schulflur und Jubel beim Cheerleader-Training – diese Dinge verbinden deutsche Jugendliche mit dem High School Spirit, den sie aus einschlägigen Fernsehserien oder Kinofilmen kennen. Und tatsächlich spielt sich der Großteil des Tages in der Schule ab. In der Ganztagsschule beginnt der Unterricht zwischen 8 und 9 Uhr morgens und erstreckt sich bis in den Nachmittag. Neben akademischen Unterrichtsfächern wie Mathe und US History gibt es oft eine große Auswahl an interessanten, teilweise außergewöhnlichen Wahlfächern. Dazu gehören praxisorientierte Kurse wie Kochen, Töpfern oder Fotografie, aber auch Marketing, Tourismus oder Robotik, Fächer, die für die spätere Berufswahl nützlich sind. Je nach persönlichen Fähigkeiten können Jugendliche aus Deutschland beim Schüleraustausch auch Kurse auf einem höheren Level besuchen, denn die amerikanischen High Schools werden von allen Schülern gemeinsam besucht und entsprechen somit der deutschen Gesamtschule. Die Kursplanung wird zu Beginn des Semesters gemeinsam mit dem Guidance Counselor vorgenommen. Der Stundenplan ist leicht zu merken, denn man hat jeden Tag zur selben Zeit dasselbe Fach.

Nach dem Unterricht und einer längeren Lunch-Pause engagiert man sich in den Teams der Schulsport-Mannschaften, künstlerischen Clubs oder sonstigen außerschulischen Aktivitäten. Ob Debattierclub, Theatergruppe oder Footballteam: Auch Austauschschüler sind herzlich eingeladen, ihr bereits erworbenes Können zu zeigen oder im Rahmen des Schüleraustauschs neue Hobbies zu entdecken. Nicht selten gelangt ein Gastschüler zu einer regelrechten Berühmtheit, denn die gesamte Schule fiebert mit, wenn Basketball-Turniere ausgetragen werden oder die Premiere des selbstgeschriebenen Musicals stattfindet. Und das Beste daran: Gemeinsame Trainings und Erfolge schweißen das Team zusammen und sorgen für ein Wir-Gefühl, das die Basis für enge Freundschaften mit den einheimischen Teenagern ist.

Auch die Lehrkräfte haben ihren Anteil am School Spirit. Sie bieten den Schülern kostenlos Nachhilfe an und laden manchmal sogar zu Ausflügen oder Barbecues ein. Der Mathe-Lehrer verdingt sich nachmittags vielleicht als Wrestling-Coach, und so lernt man ihn von einer anderen Seite kennen. Die oft freundschaftliche Beziehung zu Lehrern ist für viele deutsche Teenager sehr motivierend und eine völlig neue Erfahrung. Man spürt einfach, dass Schüler und Lehrer stolz sind auf das gemeinsam Erreichte.

Sich von der Sportbegeisterung mitreißen lassen

Apropos Sport: American Football, Baseball oder Basketball sind in den USA keine Freizeitbeschäftigungen, sondern eine Lebenseinstellung. Austauschschüler, die es in ein Sportteam schaffen, merken schnell, dass Teamgeist und das sportliche Kräftemessen aus dem Schul- und Familienalltag nicht wegzudenken sind. Sportarten wie Lacrosse sind in Europa kaum bekannt und stellen eine tolle Gelegenheit dar, beim Schüleraustausch einmal etwas ganz Neues auszuprobieren. Bereits im Bewerbungsformular sollte man solche Wünsche und Vorlieben vermerken!

Wer nicht selbst spielt, schaut einfach zu und feuert die Schulmannschaft an. Am Freitagabend sitzen ganze Familien bei Spiel gegen das benachbarte Footballteam auf der Tribüne. Die spannungsgeladenen Wettkämpfe der Colleges am Samstag füllen sogar ganze Stadien.

Natürlich hat American Football einen ganz besonderen Platz im Herzen der Amerikaner. Ganz deutlich wird das am Super Bowl Sunday, an dem das Finale im Wettkampf der nationalen Football-Teams ausgetragen wird. An diesem Tag treffen sich die Amerikaner traditionell im Freundes- und Familienkreis zu einer Super Bowl Party, um gemeinsam das Lieblingsteam anzufeuern. Der amerikanische Sportsgeist rückt Durchhaltevermögen und Fairness in den Mittelpunkt und ermöglicht es Austauschschülern, sich von der Begeisterung mitreißen zu lassen.

 

Die USA-Austauschprogramme von ec.se

Öffentliche High School USA – das klassische Schüleraustausch-Programm

Die meisten ec.se-Schüler entscheiden sich dafür, ein halbes oder ein ganzes Schuljahr an einer öffentlichen High School in den USA verbringen. Wo genau sie in Amerika leben werden, ist in diesem Programm erst einmal offen: Erst wenn die Gastfamilie feststeht, weiß man, in welcher Region man den Schüleraustausch zubringen wird. Weiterlesen

High School USA Pre-Select – Das öffentliche Schulprogramm mit Regionenwahl

Bei High School Berater ec.se können Jugendliche sich einen von über 30 ausgewählten öffentlichen Schulbezirken in den USA aussuchen und somit vorher schon wissen, wo es hingeht. Die Regionenwahl ist in vielen Gegenden möglich, an der Ost- und an der Westküste etwa, sowie im Inland.
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Private High School USA – Privatschulbesuch mit dem gewissen Etwas

Wer den Anspruch hat, während des Schüleraustauschs auf hohem Lernniveau unterrichtet und individuell betreut zu werden, wählt eine private High School in den USA. Hier erwartet die Schüler eine exzellente Ausstattung, hervorragend ausgebildete Lehrkräfte und Unterrichtsfächer, die auf eine erfolgreiche Universitätslaufbahn vorbereiten.
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Weitere Gastländer und Programme von ec.se

High School Kanada – Erstklassiges Schulsystem und spektakuläre Natur

Kanada kann eines der weltweit besten Schulsysteme vorweisen – und begeistert nicht zuletzt mit seinen atemberaubenden Landschaften. Wir von ec.se stehen schon seit vielen Jahren mit unseren kanadischen Partnern in engem Kontakt. Ein Vorteil, von dem Kanada-Liebhaber beim Schüleraustausch profitieren!
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High School Australien – Am Schüleraustausch in Down Under teilnehmen

Sonne, Surfen, Strand: Vor paradiesischer Kulisse macht der Unterricht in Australien doppelt Spaß. Jugendliche können in den beliebtesten Regionen des roten Kontinents zwischen attraktiven High Schools wählen und in der Gastfamilie die entspannte Lebenseinstellung der Australier kennenlernen.
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High School Neuseeland – Am anderen Ende der Welt zur Schule gehen

Egal ob man städtisch leben möchte oder vom Inselleben träumt – die neuseeländischen Schulen, mit denen High School Berater ec.se zusammenarbeitet, liegen in attraktiven Gebieten und ermöglichen internationalen Schülern gern die Erkundung dieses faszinierenden Landes.
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Erfahrungsberichte von Schülern und Eltern

Wie sieht der High School-Alltag in Kanada aus? Womit verbringt man in Australien seine Freizeit? Wie wird mein Kind in Ausland betreut? Diese und mehr Fragen können diejenigen am besten beantworten, die selbst schon einen Schüleraustausch gemacht haben, sowohl aus der Schüler- als auch aus der Elternperspektive. Viel Spaß beim Lesen!
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